Wissenswertes von A - Z

 

A

Affekt

Als Affekt bezeichnet man eine Stimmung, eine Leidenschaft. Der Begriff wird sehr unterschiedlich definiert: Meist versteht man darunter ein intensives, relativ kurz dauerndes Gefühl. In der weitesten Bedeutung wird jede emotionale Regung als affektiver Prozess bezeichnet. (Dorsch,1994)

Arbeitspsychologie

Die Arbeitspsychologie wird als Teilgebiet der Arbeits- und Organisationspsychologie verstanden. Ihr zentrales Anliegen ist die psychologische Untersuchung und Veränderung der menschlichen Arbeit. Die Konzepte und Theorien der Arbeitspsychologie zielen im Allgemeinen auf eine Erhöhung der Effizienz und der Effektivität sowie auf eine Verbesserung der Arbeitszufriedenheit und der Arbeitsmotivation. Dabei stehen Konzepte zur Arbeitsgestaltung und Gruppenarbeit im Vordergrund.

B

Beratung

Eine Beratung ist ein vom Berater nach methodischen Gesichtspunkten gestalteter Problemlösungsprozess, durch den die Eigenbemühungen und Kompetenzen des Ratsuchenden zur Bewältigung des Problems unterstützt und verbessert werden.

D

Denken

Unter Denken versteht man die interpretierende und ordnungsstiftende Verarbeitung von Informationen.

E

Echtheit

Der Berater tritt dem Klienten als Person gegenüber, die offen ist für sein eigenes Erleben und sich nicht hinter einer "Rolle" versteckt.

Einfühlendes Verstehen

Der Berater versucht, den Klienten von seinem Bezugspunkt her zu verstehen, das heißt, so wie er die Dinge wahrnimmt und sieht.

Empathie

Der Begriff Empathie wird mit dem deutschen Begriff Einfühlung gleichgesetzt und ist nach der Auffassung kognitivistischer Entwicklungspsychologen ein primäres Phänomen, das eine wesentliche Grundlage für die Entwicklung des altruistischen und moralischen Verhaltens darstellt.

F

Führung

Unter Führung versteht man die bewusste und zielbezogene Einflussnahme der Führungskräfte auf ihre Mitarbeiter zur Lösung der Arbeitsaufgaben.

G

Gefühl

Der Begriff Gefühl oder Emotion lässt sich nicht definieren, sondern nur umschreiben. Was das Wort Gefühl im psychologischen Sprachgebrauch besagt, lässt sich daher am besten durch die Aufzählung einzelner Gefühle ausdrücken: Gefühle sind Erlebnisse wie z.B. Freude, Ärger, Mitleid, Abscheu und dgl. Hierin manifestieren sich persönliche Stellungnahmen des Individuums zu den Inhalten seines Erlebens, wobei meist eine Lust- oder Unlustbetonung deutlich gegeben ist; jedoch ist diese nicht für alle Gefühle charakteristisch. (Dorsch, 1994)

H

Hypothese

Unter dem Begriff Hypothese versteht man in der Regel eine Aussage, die eine noch nicht bestätigte Vermutung ausdrückt, meist zum Zweck der Erklärung eines Sachverhalts. Nach der Form unterscheidet man singuläre vs. allgemeine Hypothese, deterministische vs. statistische, gesetzesartige vs. Korrelationshypothese. An eine empirisch-wissenschaftliche Hypothese wird die Forderung nach empirischer Prüfbarkeit erhoben.
Der Begriff "hypothetisch" drückt die Ungewissheit bzgl. der Wahrheit aus. Da nach der heute überwiegenden Auffassung keine Sicherheit erreichbar ist, bleibt jede Aussage mit Informationsgehalt auch nach empirischer Bestätigung prinzipiell hypothetisch.(Dorsch, 1994)

I

Innovation

Der Begriff "Innovation" kommt aus dem Angloamerikanischen und meint damit die Einführung und Verbreitung neuer, dem Fortschritt zugeschriebener Produkte, Inhalte, Methoden, Medien, Leistungsformen und Verhaltensmuster.

K

Kommunikation

Unter dem Begriff Kommunikation versteht man den Austausch von Botschaften und Informationen. Für diesen Austausch stehen dem Menschen verschiedene
Kommunikationsarten zur Verfügung, wie verbale, non- verbale und paralinguale Kommunikation.

Kognition

Unter dem Begriff Kognition versteht man einen Sammelnamen für alle Vorgänge oder Strukturen, die mit dem Gewahrwerden und Erkennen zusammenhängen, wie Wahrnehmung, Erkennen, Vorstellung, Gedanke, aber auch Vermutung, Erwartung, Plan und Problemlösen.

M

Menschenkenntnis

Vorteilhafte Fähigkeit beim Umgang mit Menschen

N

Non- verbale Kommunikation

Zur non- verbalen ( nicht sprachlicher ) Kommunikation gehören die Gestik, die Mimik, der Blickkontakt, die Körperhaltung sowie die äußeren Statussymbole.

O

Organisation

Der Begriff Organisation kann sowohl das momentane "Organisieren" als Tätigkeit oder Prozess, als auch ganzheitliche soziale Gebilde oder Systeme, wie Industriebetriebe, Behörden, Schulen, Krankenhäuser oder Hotels bezeichnen. Umfassend bezieht er sich sowohl auf momentane, veränderliche oder stabile Verhaltens- und Tätigkeitsprozesse, als auch auf die zugrundeliegenden oder resultierenden Strukturen oder ganzheitlichen sozialen Systeme bei der Bewältigung von Aufgaben. Als soziale Gebilde können Organisationen allgemein auch als Systeme von Menschen, Aufgaben und Regeln definiert werden(Greif, 1993). Während Aufgaben beschreiben, was getan werden soll, zeigen Regeln, wie dies geschehen soll (z. B. durch Qualitätskriterien und Verhaltensstandards). Der Begriff der Organisation bezieht sich nicht nur auf die konkrete Planung, Koordination, Selbst- oder Fremdsteuerung und -kontrolle von Arbeitstätigkeiten, sondern auch auf die Arbeitsteilung und alle Formen der Formulierung, Kommunikation und Interpretation von arbeitsbezogenen Aufgaben und Regeln, Wissen und Erfahrungen durch Sprache und nicht- sprachliche Medien.(Dorsch, 1994)

P

Paralingual

Unter der paralingualen Kommunikation versteht man die Sprachgestaltung, wie der Tonfall, die Sprechgeschwindigkeit, die Betonung, die Sprechpausen, das Seufzen, das Stöhnen, das Räuspern, das Weinen, das Lachen, die Stimmhöhe sowie die Lautstärke.

Problem

Ein Problem ist eine Art der Denkanforderung, die im Unterschied zu den Aufgaben im engeren Sinne  durch drei Komponenten gekennzeichnet sein soll:

  1. Unerwünschter Anfangszustand
  2. erwünschter Endzustand
  3. Barriere, die die Transformation von 1 in 2 zunächst verhindert.

Aufgaben seien von Problemen als geistige Anforderung dadurch abgegrenzt, dass für ihre Bewältigung Methoden bekannt sind. (Dörner, 1976 in Dorsch: Psychologisches Wörterbuch)

Problemlösen

Das Problemlösen besteht im Auffinden eines vorher nicht bekannten Weges von einem gegebenen Anfangszustand zu einem gewünschten und mehr oder minder genau bekannten Endzustand. Hauptkomponenten des Problemlösungsverhaltens sind Vorwärts- und Rückwärtsplanung.
Der Mensch überlegt bei der Vorwärtsplanung, in welche Zustände sich der gegebene Anfangszustand durch den Einsatz bestimmter Operatoren umwandeln lässt. Durch die Vorwärtsplanung entsteht ein "Planungsbaum", dessen einzelne Punkte oder Zustände durch bestimmte Handlungen verbunden sind. Stimmt ein Endpunkt des Planungsbaumes mit dem gewünschten Endpunkt überein, so ist ein Weg vom Anfangszustand zum Endzustand gefunden und somit das Problem gelöst.
Die Rückwärtsplanung besteht aus dem Aufbau eines Planungsbaumes vom gewünschten Endzustand her, wobei nachgedacht wird, von welchem Zustand mit welcher Handlung der Endzustand erreichbar ist.
Vor- und Rückwärtsplanung können beim Problemlösen intermittierend und einander ergänzend auftreten.

Q

Qualitätssicherung

Die Qualitätssicherung wird im Unterschied zur nachträglichen Qualitätskontrolle am Ende des Fertigungsprozesses zur Umschreibung umfassender Verbesserungen im gesamten Produktions- und Arbeitsprozess aus der Sicht der Kunden verwendet. Unterschieden wird die technische Qualität (Messeinrichtungen, Materialien, Maschinen und Werkzeuge), Verfahrens-Qualität (Organisationsstrukturen, Prüfverfahren, Abläufe, Normen) und soziale Qualität (Arbeitsplatzbedingungen, Führungsverhalten, Motivation, Kooperationsbereitschaft). Die Qualitätssicherung versucht, Ursachen von Qualitätsproblemen zu ermitteln und durch geeignete Maßnahmen zur Verbesserung der Kundenzufriedenheit umzusetzen. (Dorsch, 1994)

R

Reflexion

Unter dem Begriff "Reflexion" versteht man das Sich - Zurückwenden des Denkens und des Bewusstseins auf sich selbst.

S

Selbstgesteuertes Lernen

Beim selbstgesteuerten Lernen bestimmt das Individuum sein Handeln eigenständig unter Verzicht auf Fremdsteuerung. In neobehavioristischen Ansätzen zur Verhaltensmodifikation ist das selbstgesteuerte Lernen auf das Konzept der Selbstkontrolle bezogen. Nach Glynn, Thomas&Shee (1973) bezeichnet Selbstkontrolle einen aus 4 Komponenten zusammengesetzten Verhaltenskomplex:

  1. Selbstwahrnehmung: Das Individuum prüft, ob es ein bestimmtes Zielverhalten gezeigt hat.
  2. Selbstregistrierung: Das Individuum registriert die Auftretenshäufigkeit dieses bestimmten Verhaltens.
  3. Selbstbestimmung der Verstärkung: Das Individuum bestimmt die Art und Quote seiner Verstärkung.
  4. Selbstverabreichung von Verstärkung: Das Individuum verabreicht sich entsprechend seines Verstärkerplans seine Verstärkung.

Selbstkontrolle bedeutet hier, dass das Individuum die Reize setzt, die sein Verhalten kontrollieren. Demgegenüber bedeutet Kontrolle in den kognitionspsychologischen Ansätzen Steuerung: Sie bezeichnet, dass ein intelligentes System die Prozesse der Aufnahme und Verarbeitung von Reizen steuert. (Dorsch,1994)

Selbstvertrauen

Unter Selbstvertrauen versteht man ein auf Eigenmacht basierendes Gefühl, das mit möglichen Schwierigkeiten fertig wird.

T

Training

Unter Training versteht man das systematische Üben, um eine körperliche, geistige und seelische Leistungssteigerung bei gleichzeitiger Fehlerminderung zu erzielen.

U

Umlernen

Das Umlernen ist ein belasteter Lernvorgang, und zwar belastet durch vorheriges Lernen, weil in ihm das Ungültigwerden (nicht unbedingt das Verlernen) einer vorher gelernten Verbindung oder Unterscheidung verlangt wird und eine neue, vorher irrelevante Verbindung oder Unterscheidung zu erlernen ist. (Dorsch,1994)

V

Verhandlung

Unter einer Verhandlung versteht man eine Form der sozialen Interaktion zur Lösung von Interessenkonflikten. Dabei stehen folgende Merkmale im Vordergrund:
Zwei oder mehrere Personen haben meist mehrere Strategien zur Verfügung, kennen die möglichen Folgen der Anwendung von Kombinationen dieser Strategien, und die Folgen dieser Kombinationen lassen sich in eine Bevorzugungsordnung bringen (Rapoport,1965). Laut Deutsch & Krauss (1962) kommt eine Lösung des Interessenkonflikts dann zustande, wenn einige Voraussetzungen erfüllt sind. So müssen die Parteien z.B. der Meinung sein, dass es eine Vereinbarung gibt, die besser oder wenigstens nicht schlechter ist als gar keine, und dass es eine Möglichkeit gibt, eine solche zu erreichen.

W

Wertschätzung, positiv

Der Berater achtet den Klienten als Person und bemüht sich ihm gegenüber um eine uneingeschränkte Akzeptanz.

Z

Zeitgedächtnis

Unter einem Zeitgedächtnis versteht man eine Erinnerungsfähigkeit für zeitliche Beziehungen.

Zweipersonen- Nullsummenspiel

Das Zweipersonen- Nullsummenspiel ist eine Spielregel, nach der in jeder einzelnen Partie der Gewinn eines Spielers gleich dem Verlust des Gegenspielers ist.